BABEG Venture Fonds: 12,2 Millionen Euro für zukunftsweisende Projekte

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LHStv.in Schauig: Vielversprechende Unternehmungen werden mit Risikokapital, Netzwerk und Know-how unterstützt – Komitee-Vorsitzender Wutscher: „Investiert wird nur gemeinsam mit Privaten“

Klagenfurt (LPD). Der BABEG Venture Fonds ist ein Topf an öffentlichen Mitteln, aus dem in vielversprechende heimische Unternehmen investiert wird, um ihnen Starthilfe zu geben, sie bei der Produktentwicklung zu unterstützen oder beim Markteintritt. „Durch den BABEG Venture Fonds wird nicht nur privates Risikokapital mobilisiert, sondern zusätzlich auch ein leistungsstarkes Netzwerk mit Know-how und strategischem Nutzen für die Zielunternehmen etabliert, um diese rasch zu entwickeln und in den Markt zu bringen“, sagte Technologie- und Finanzreferentin LHStv.in Gaby Schaunig heute bei einer Pressekonferenz . „Es entsteht ein Mehrwert für den Wirtschaftsstandort Kärnten.“

„Das Angebot des BABEG Venture Fonds richtet sich an innovative, wachstums- und technologieorientierte KMU und Start-up-Unternehmen mit wachstumsfähigen Geschäftsmodellen“, sagte Sandra Venus, die sich als KWF Vorstand für das Fondsmanagement verantwortlich zeichnet. Mit dem BABEG Venture Fonds als Beteiligungsinstrument ist das KWF Produktportfolio (Förderung – Finanzierung – Beteiligung) nun komplett.

Als Vorsitzender des Investment-Komitees konnte Werner Wutscher, Gründer und CEO von New Venture Scouting, Vorstand der Austrian Angel Investors Association und Mitglied des Investment Komitees des aws Mittelstandsfonds, gewonnen werden. „Investiert wird ausnahmslos nur gemeinsam mit unabhängigen und privaten Co-Investoren, die neben Kapital auch ihre strategischen Synergien und Know-how ein-bringen“, so Wutscher bei der Vorstellung des Fonds. Im Bundesländervergleich liegt die Anzahl von Risikokapital-Investments in Kärntner Unternehmen aktuell unter der Ein-Prozent-Marke – Wutscher zeigte sich überzeugt, dass Kärnten diesbezüglich einen Aufholprozess starten wird.
BABEG-Geschäftsführer Hans Schönegger zeigte sich erfreut, dass es nach dem Erststart des Fonds im Jahr 1999 gelungen ist, ein Nachfolgemodell, das den aktuell deutlich strengeren förderrechtlichen Auflagen entspricht, aufzusetzen. „Bei einem Investment muss jetzt zumindest ein Drittel des benötigten Kapitals von privater Seite eingebracht werden, damit öffentliche Mittel zur Auszahlung gelangen“, so Hans Schönegger.

Die Auszahlung erfolgt in Tranchen durch die BABEG. Die Beteiligungshöhen richten sich nach den Unternehmensphasen „Early Stage“ (Gründung, Prototyp- und Marketingkonzept-Entwicklung), „Aufbau“ (Produktionsbeginn, Markteinführung, Wachstumsfinanzierung) und „Wachstum“ (neue Märkte, Produkte und Produktionsverfahren, F&E, Mergers & Acquisitions) und reichen von 50.000 Euro bis 1,5 Millionen Euro.

Die Tremitas GmbH (www.tremitas.com) – sie entwickelte einen TremiPen® zur Therapie von Tremor-Patienten (Personen mit einem unkontrollierten Zittern von Körperteilen) – ist die erste Beteiligung des BABEG Venture Fonds. Mit dem Produkt hat Tremitas einen Technologievorsprung und gilt als „First Mover“ in diesem Segment. Für den bevorstehenden Markteintritt – der Verkaufsstart ist im ersten Halbjahr 2018 geplant – konnte Tremitas 362.500 Euro an Beteiligungskapital generieren, wobei rund 70 Prozent von privaten Investoren eingebracht wurde.

Foto: (c) Büro LHStv.in Schaunig

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