BKS Bank erzielt Rekordergebnis von 68,0 Mio. EUR

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Der Vorstand freut sich über das beste Ergebnis seit Bestehen der BKS Bank. V.l.n.r.: Dieter Kraßnitzer, Vorstandsmitglied, Herta Stockbauer, Vorstandsvorsitzende, Wolfgang Mandl, Vorstandsmitglied.

Mit einem Konzernjahresüberschuss von 68,0 Mio. EUR (+47,3 %) erzielte
die BKS Bank das beste Ergebnis in der Unternehmensgeschichte. Das
Neukreditgeschäft betrug beachtliche 1,5 Mrd. EUR. Die Bilanzsumme
blieb konstant bei 7,58 Mrd. EUR.

„Die BKS Bank erzielte 2017 einen Konzernjahresüberschuss nach Steuern in Höhe
von 68,0 Mio. EUR — das ist das beste Ergebnis seit unserem Bestehen. Dieser
großartige Erfolg basiert auf mehreren Faktoren: Die gute Entwicklung auf den
Kapitalmärkten bescherte uns gute Provisionserträge und einen deutlichen
Ergebniszuwachs bei den finanziellen Vermögenswerten. Die gute Risikosituation
verringerte den Bedarf an Kreditrisikovorsorgen. Ferner fielen einmalige
Belastungen im Vorjahr in Form der Abschlagszahlung auf die Stabilitätsabgabe
nicht mehr an”, freut sich BKS Bank-Vorstandsvorsitzende Herta Stockbauer über
das sehr gute Ergebnis.

Herta Stockbauer: „Wünsche mir steigende Zinsen“
Einziger Wermutstropfen ist die nach wie vor herausfordernde Zinssituation.
„Derzeit ist leider davon auszugehen, dass die Europäische Zentralbank die
Niedrigzinspolitik noch weiter verfolgen wird. Wir würden uns mittlerweile wieder
einen Anstieg der Zinsen wünschen“, erklärt Stockbauer. Die Zinserträge von
154,3 Mio. EUR lagen um 4,2 % unter dem Vorjahreswert. Der Zinsaufwand wurde
von 40,5 Mio. EUR auf 33,6 Mio. EUR gesenkt. Die Risikovorsorge wurde um 13,8
% auf 26,7 Mio. EUR reduziert. „Daher konnte ein Zinsüberschuss nach
Risikovorsorge von 94,0 Mio. EUR, der um 5,0 % über dem Vorjahreswert lag,
erzielt werden“, so Stockbauer.

Aktienmärkte beflügeln Provisionsüberschuss
Zufrieden zeigt sie sich mit der Entwicklung des Provisionsüberschusses: „Der
Provisionsüberschuss erhöhte sich von 48,8 Mio. EUR auf 49,9 Mio. EUR, ein
Anstieg von 2,2 %. Besonders erfreulich war, dass sich das Wertpapiergeschäft im
Jahresverlauf 2017 zunehmend verbesserte. Die gute Entwicklung der
Aktienmärkte beflügelte die Investitionslaune unserer Kunden und führte zu
höheren Wertpapierumsätzen. Vor allem in unseren Wachstumsregionen
Slowenien, Wien-Niederösterreich-Burgenland und Steiermark verzeichneten wir
einen starken Anstieg im Veranlagungsgeschäft“, erklärt die Vorstandsvorsitzende.

Verwaltungsaufwand bleibt stabil
2017 ist es der BKS Bank wieder gelungen, den Verwaltungsaufwand mit 107,8
Mio. EUR niedrig zu halten. Die Zunahme betrug lediglich 1,2 %. Der größte Anteil
im Verwaltungsaufwand entfällt auf den Personalaufwand, der mit 70,1 Mio. EUR
(+0,9 %) nur einen leichten Anstieg verzeichnete.

Gute Konjunktur belebt Kreditgeschäft
Der konjunkturelle Aufschwung wirkte sich sehr positiv auf die Investitionsfreude
der Unternehmer aus und auch auf der Privatkundenseite war ein Anstieg der
Kreditnachfrage zu verzeichnen. „Im Berichtjahr erzielten wir ein
Neugeschäftsvolumen von beachtlichen 1,5 Mrd. EUR“, berichtet Stockbauer.
Bereits rund 40 % davon wurden im Osten Österreichs, in Slowenien und Kroatien
erzielt. Viele Firmenkunden nutzten aber auch die gute Liquiditätslage für
vorzeitige Kreditrückführungen. Das Kreditvolumen stieg im Vergleich zum
Jahresultimo 2016 dennoch um erfreuliche 2,2 %. Die Kundenforderungen beliefen
sich zum 31. Dezember 2017 auf 5,45 Mrd. EUR.

Leasinggeschäft neu ausgerichtet
In den Kundenforderungen sind neben dem Kreditvolumen der BKS Bank AG auch
die Forderungen der Leasinggesellschaften des BKS Bank Konzerns enthalten. Die
Geschäfte verliefen im abgelaufenen Geschäftsjahr auch dort sehr positiv. „In der
österreichischen Leasinggesellschaft haben wir in den Geschäftsjahren 2016 und
2017 umfangreiche Maßnahmen zur Neuausrichtung, darunter den Ausbau des
Direktvertriebs, die Beschleunigung der Antrags- und Genehmigungsverfahren
sowie die Einführung einer neuen IT-Lösung zum Abschluss von Leasingverträgen
am Point of Sale, gesetzt. Wir freuen uns sehr, dass das Vorhaben geglückt ist und
die umgesetzten Maßnahmen bereits Erfolge zeigen: Das Leasingvolumen erhöhte
sich von 159,7 Mio. EUR auf 175,4 Mio. EUR, ein Zuwachs von erfreulichen 9,8 %“,
sagt die Vorstandsvorsitzende.

Primäreinlagen erzielen Höchststand
Bei den Primäreinlagen hat die BKS Bank den exzellenten Wert aus dem Jahr 2016
nochmals übertroffen. „Mit 5,67 Mrd. EUR erreichten wir einen neuen
Rekordstand, der Zuwachs betrug 1,8 %. Die Primäreinlagen stellen für uns die
wichtigste Refinanzierungsquelle dar“, so die Vorstandsvorsitzende. „Wir sehen
allerdings, dass klassische Sparprodukte wegen der Niedrigzinspolitik an
Attraktivität verlieren und das Kundeninteresse an Kapitalmarktprodukten steigt.“
Dies zeigt sich auch am gestiegenen Stand der betreuten Kundengelder (+3,1% auf
14,15 Mrd. EUR, davon 8,48 Mrd. EUR Depotvolumen).

Innovativ mit Social und Green Bond
Bei der Emission von Anlageprodukten zeigt die BKS Bank immer wieder
Innovationskraft. „2017 legten wir als erste Bank in Österreich einen Social Bond1
auf. Mit dem Emissionserlös finanzieren wir ein Kompetenzzentrum für Menschen
mit Demenzerkrankungen in Kärnten, der Spatenstich ist bereits erfolgt. Im Herbst
folgte die Emission eines Green Bonds. Mit dem Emissionserlös dieser Anleihe
finanzieren wir eine Kleinwasserkraftanlage der HASSLACHER Energie GmbH in
Spittal an der Drau“, erklärt Stockbauer.

Klassenbeste in Sachen Nachhaltigkeit
Der Social- und der Green Bond sind nur zwei von vielen im Jahr 2017
umgesetzten Nachhaltigkeitsaktivitäten der BKS Bank. „Nachhaltigkeit und
Qualität bilden das Fundament unserer Unternehmensstrategie, daher setzen wir
bereits seit vielen Jahren auf ein ganzheitliches Nachhaltigkeitsmanagement.
Erfreulicherweise werden wir für unsere Nachhaltigkeitsaktivitäten immer wieder
extern ausgezeichnet. Besonders stolz sind wir, dass wir Anfang 2018 erneut von
der oekom research AG für unsere CSR-Aktivitäten den Prime-Status verliehen
bekamen. Beim Rating konnten wir uns um eine Ratingstufe von C auf C+
verbessern. Die Ratingskala reicht von A+ bis D-. Die beste Bank in unserer
Ratingklasse ist mit B- bewertet. Damit zählen wir weltweit zu den besten Banken
in Sachen Nachhaltigkeit“, so Stockbauer.

Nominiert für Staatspreis Unternehmensqualität
Besonders stolz sind die Vorstandsmitglieder auch auf eine weitere Auszeichnung.
„Unser Qualitätsmanagementsystem orientiert sich am EFQM-Excellence-Modell.
In regelmäßigen Abständen lassen wir unsere Aktivitäten zur Steigerung der
Unternehmensqualität von der Quality Austria bewerten. Der Blick von außen
spornt uns an, uns ständig weiterzuentwickeln und wettbewerbsfähig zu bleiben“,
sagt Kraßnitzer. Beim Bewerb um den Staatspreis Unternehmensqualität 2017
holte sich die BKS Bank den Sieg in der Kategorie Großunternehmen und war
damit erstmals für den Staatspreis Unternehmensqualität nominiert. Von der Jury wurde hervorgehoben, dass eine laufende Verbesserung und Steigerung des
Excellence-Niveaus in den vergangenen Jahren klar feststellbar war.

Digital auf Kurs
Die digitale Transformation ist in der BKS Bank voll im Laufen. „Wir haben dabei
nicht nur unsere Kundenanwendungen im Visier, sondern auch interne Prozesse
und die entsprechende Qualifizierung unserer Mitarbeiter“, berichtet Kraßnitzer.
2017 sind wesentliche Weichenstellungen zur Fertigstellung eines eigenen
Kundenportals für Firmenkunden erfolgt. Der Launch ist, ebenso wie jener einer
neuen Website, im Laufe des Jahres 2018 geplant. Die digitalen Services für
Privatkunden wurden durch erweiterte Funktionen für Bankomat- und Kreditkarte
und durch Online-Abschlussmöglichkeiten für Spar- und Bausparprodukte
erweitert. Zudem wurden neue Zahlfunktionen wie die mobile Geldbörse (ZOIN)
eingeführt. Vor rund einem Monat wurde unsere Business App auf den Markt
gebracht.

Guter Start ins Jahr 2018 mit erfolgreicher Kapitalerhöhung
Vorstandsvorsitzende Herta Stockbauer blickt optimistisch ins Geschäftsjahr 2018.
„Ein für uns besonders wichtiges strategisches Ziel haben wir bereits im März erreicht. Erfreulicherweise konnten wir unsere Kapitalerhöhung erfolgreich abschließen. Dies zeigt, dass solide, verantwortungsbewusst agierende Unternehmen auch heute an der Börse gefragt sind“, so Stockbauer. Die BKS Bank AG gab 3.303.300 neue Stamm-Stückaktien aus. Das Volumen an neuen Stamm-Stückaktien („Junge Aktien“) konnte vollständig am Markt platziert werden. Auf Basis des Ausgabepreises von 16,70 EUR pro Junger Aktie beträgt der Bruttoerlös aus der Kapitalerhöhung rund 55 Mio. EUR. Die Mittel aus dem Erlös der Kapitalerhöhung wird die BKS Bank AG zur Erhöhung des Kernkapitals, zur
Unterstützung des angestrebten organischen Wachstums, zum Ausbau des
Kreditgeschäfts und für die Weiterentwicklung des digitalen Angebots verwenden.

Personelle Veränderung im Vorstand
Am 27. März 2018 gab die BKS Bank eine bevorstehende Veränderung im
Vorstand bekannt. Vorstandsmitglied Wolfgang Mandl will sich beruflich neu
orientieren und verzichtet auf die Verlängerung seines mit Ende 2018
auslaufenden Vorstandsmandates. Dafür wechselt Alexander Novak, langjähriger
Leiter der BKS Bank in Slowenien, mit 01. September 2018 in den Vorstand der
BKS Bank. Das Mandat der Vorstandsvorsitzenden Herta Stockbauer wurde vom
Aufsichtsrat um weitere fünf Jahre verlängert. Für sie ist es bereits die dritte
Verlängerung ihres Vorstandsmandates.

Erfolgreiche Direktion Slowenien
Alexander Novak ist seit 18 Jahren in der BKS Bank in verschiedenen leitenden
Positionen tätig. Als Leiter der Direktion Slowenien wirkte er seit 2004 maßgeblich
am Aufbau der BKS Bank in Slowenien mit. 2017 trugen die slowenischen Bankfilialen 2,9 Mio. EUR zum Konzernüberschuss bei, die Leasingtochter BKS-Leasing d.o.o. 1,1 Mio. EUR. Die BKS Bank betreibt in Slowenien sieben Filialen, beschäftigt rund 100 Mitarbeiter und betreut rund 16.400 Kunden. In Bälde werden es noch mehr werden. Wie die BKS Bank vor kurzem bekannt gab, wird sie am 30. April 2018 rund 9.000 Brokerage- und Vermögensverwaltungskunden der GBD (Gorenjska borznoposredniška družba d.d) übernehmen. Zum 31.12.2017 betreute die BKS Bank in Slowenien Kundengelder von 1,54 Mrd. EUR, davon 765,2 Mio. EUR an Depotvolumen.

In Kroatien gut auf Kurs
Ebenso zufrieden zeigt sich Stockbauer mit der Entwicklung in Kroatien. Die BKS
Bank konnte sich gut als Finanzpartner am kroatischen Markt etablieren und ihre
Position im Bankgeschäft seit dem Markeintritt im Jahr 2007ausbauen. Kroatien
zählt nach wie vor zu den wichtigsten Wachstumsmärkten der BKS Bank. Daher
wurde 2017 eine weitere Filiale in Split eröffnet. „Der Jahresüberschuss unserer
kroatischen Bankfilialen lag bei 2,3 Mio. EUR, der der Leasingtochter BKS-Leasing
Croatia d.o.o. bei 0,6 Mio. EUR“, so Herta Stockbauer. Einen wesentlichen Beitrag
leistete Kroatien auch zum guten Neukreditgeschäft. Insgesamt wurden in
Kroatien 74,3 Mio. EUR neu an Krediten vergeben. Am Jahresende 2017 erreichten
die Forderungen an Kunden 192,1 Mio. EUR (+ 8,8 %).

Foto: © Gernot Gleiss

 

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