Gutes tun tut gut

Der Jugend neue Perspektiven zu ermöglichen, ist Tanja Doboczky ein ganz persönliches Anliegen. Deshalb investierte sie ihren beruflichen Erfolg in ein Projekt, mit dem sie Verantwortung für die Gesellschaft zeigt. Isabella Schöndorfer

Foto: Gemeinsam die Zukunft gestalten, damit sie auch noch morgen lebenswert ist. Fotos: Netzwerk Verantwortung zeigen!

Gutes tun und dabei nicht ruh‘n“, war schon der Leitsatz von Johannes Bosco (besser als italienischer Jugendseelsorger Don Bosco mit christlichem Hintergrund bekannt), der so vielen jungen Menschen auf der ganzen Welt ein Vorbild beim Aufwachsen ist. Wo fehlt es also in dieser Welt, in der es uns an nichts zu mangeln scheint? Genau dem Gedanken ist die produktive Unternehmerin Tanja Doboczky auf den Grund gegangen, als sie ihren beruflichen Erfolg mit anderen in einem sinnvollen Projekt teilen wollte. Ihre Erkenntnis war die Bildung der Jugend.

Die Jugend fühlte sich im Makerspace sichtlich wohl.

Und so fängt 2020 für junge Menschen gut an. Denn erstmalig setzte das Netzwerk Verantwortung zeigen! den RESPONSE: „Students for Future“-Workspace für Innovationen im Bereich Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung für Höhere Schulen um. Und genau da kommt Doboczky ins Spiel. Solche Projekte benötigen Menschen, die die Notwendigkeit und den Sinn der Umsetzung sehen. Deshalb hat die erfolgreiche Unternehmerin und Buchautorin sich ein Herz gefasst und diese gute Sache finanziell ermöglicht. „Bildungsinstitutionen haben die Aufgabe, Themenfelder wie Klimaveränderungen, Energiewende, soziale Probleme und Nachhaltigkeit in den Lehralltag zu integrieren. Oft ist das im Schulalltag nicht einfach möglich. Daher braucht es ergänzende Angebote. Damit wird die junge Generation früh angeregt, sich selbst für Nachhaltigkeit zu engagieren“, so Tanja Doboczky.

„RESPONSE stärkt
die Jugend, um mutige
Antworten für eine
nachhaltige Zukunft
zu finden.“

Iris Straßer,
Verantwortung zeigen!

„Junge Menschen brauchen Möglichkeiten, sich aktiv für das Thema Nachhaltigkeit auch im wirtschaftlichen Kontext einzusetzen. Es gilt, das Wissen über nachhaltige Entwicklung im Bildungssystem langfristig zu fördern und zu verankern, damit die Fachkräfte von morgen einen entsprechenden Mehrwert in den Kärntner Betrieben beitragen können“, meint Carmen Goby, Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Kärnten, Landesvorsitzende von Frau in der Wirtschaft und Unternehmerin, über dieses Projekt. Carmen Goby hat sich gemeinsam mit Jutta Steinkellner, Leiterin Servicezentrum in der Wirtschaftskammer, ein Bild vor Ort gemacht. „Das Thema Nachhaltigkeit wird auch für unsere Betriebe immer interessanter, zum einen, weil, die Nachfrage nach nachhaltigen Produkten stetig steigt, zum anderen liegt hier ein großes Potenzial für Innovation und langfristige Kostenersparnis.“ Das Projekt wurde im Makerspace Carinthia durchgeführt, der für derartige, innovative Formate ideale Voraussetzungen bietet.

Die Projektumsetzung erfordert gutes Teamwork.

Und das Projekt? Drei Tage lang arbeiteten 21 Schüler aus vier Höheren Schulen (CHS Villach, HAK1 International, HTL1 Lastenstraße und HTL Mössingerstraße) an Ideen, unsere Welt ein wenig besser zu machen. Und die Ergebnisse können sich sehen lassen. Es entstanden sieben Projekte für unterschiedlichste Themenfelder, die allesamt Potential zur Realisierung haben.

„Möchte die junge
Generation früh anregen,
sich selbst für
Nachhaltigkeit zu
engagieren.“

Tanja Doboczky, Unternehmerin

Die Projektideen:

  • Löschbares Papier
    Ein Laser löscht bereits beschriebenes Papier und ermöglicht dadurch die mehrmalige Verwendung.

  • Kombination von Photovoltaik und Solarzelle
    Effektivere Nutzung von Sonnenenergie durch die Kombination von Photovoltaik und Solarzellen.

  • „DigitalSchoolbag“
    Schulbücher und Arbeitsunterlagen werden durch ein Tablet ersetzt.

  • App für Bestellung von Essen in Schulkantine
    Vermeidung von Lebensmittelverschwendung durch Vorbestellung von Essen mittels App.

  • Verringerung von Plastikmüll durch Umstellung des Getränkeangebotes
    Der Plastikflaschenautomat in der Schule wird durch eine Schankanlage ersetzt.

  • Autarkes Fitnessstudio
    Durch Muskelkraft der Kunden wird Strom auf den Fitnessgeräten für das Studio erzeugt.

  • Wasserfilteranlage und Destillation von Wasser mittels Sonnenenergie
    Die Wasserversorgung in ärmeren Regionen soll durch diese Anlage gesichert werden.

Veranstaltet und umgesetzt wurde der „Students for Future“ Workspace über das Netzwerk Verantwortung zeigen!. Iris Straßer, Leiterin des Netzwerkes: „RESPONSE: stärkt die Jugend, mutige Antworten für eine nachhaltige Zukunft zu finden. Die Innovationstage haben engagierten Schülern den Rahmen geboten, Ideen zu Geschäftsmodellen oder Projekten für eine nachhaltige Zukunft ins Tun zu bringen. Die Ergebnisse sind sensationell – und das Feedback der Mitwirkenden ebenfalls.“

Die entwickelten Projekte wurden im Rahmen einer Abschlussveranstaltung von den Jugendlichen präsentiert, bei der Vertreter der Schulen, der Wirtschaftskammer und Eltern teilgenommen haben.

Die Lehrer waren sehr stolz auf ihre jungen Talente. „Die Erfahrungen die die Schüler sammeln konnten, sind sehr wertvoll und wären im normalen Schulbetrieb nicht möglich“, so der einstimmige Tenor der Schulvertreter. „Solche Formate müssten vermehrt angeboten werden, Verantwortung zeigen! bietet hier immer wieder einen bemerkenswerten Rahmen.“ Weitere Veranstaltungen und ein Follow-up sind geplant. Ganz im Sinne „Let’s make the world a better place”. |

Response

Wie wird das Projekt umgesetzt?

Über das südösterreichische Netzwerk für Nachhaltigkeit in Wirtschaft und Gesellschaft Verantwortung zeigen! (www.verantwortung-zeigen.at) werden ausgewählte Höhere Schulen in Kärnten für die Mitwirkung am Projekt gewonnen. In einzelnen Klassen finden Kurzworkshops statt, in denen SchülerInnen ganz praktisch und konkret erfahren, was auch sie regional und im eigenen Einflussbereich zur Erreichung der weltweiten Ziele beitragen können. Weiters wird RESPONSE: unterstützt von der Bildungsdirektion Kärnten, der Wirtschaftskammer Kärnten und dem Makerspace Carinthia.

Zur Person

TANJA DOBOCZKY ist seit vielen Jahren Ringana-Frischepartnerin und hat es mit ethischem und nachhaltigem Network-Marketing weit gebracht. RESPONSE: wird durch Tanja Doboczky GmbH (diedobo.com) ermöglicht. Soziale Verantwortung und der Blick über den Tellerrand sind ihr ein großes Anliegen. Aus diesem Grund investiert sie alle Erlöse aus dem Verkauf ihres Buches „Network- Marketing – Liebe auf den 2. Blick“ in ein soziales Projekt. So entstand in Kooperation mit dem Netzwerk Verantwortung zeigen! ein Schulprojekt, bei dem sich junge Menschen, mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigen können. Die Sustainable Development Goals bieten eine hervorragende Grundlage, um Jugendlichen verantwortungsvolles Handeln umfassend näher zu bringen. Dies wird in Form des „Students for Future Workspace“ umgesetzt. So können ökologische Themen wie Abfallvermeidung, Plastik, Nutzung von Energie gleichermaßen thematisiert und bearbeitet werden wie Geschlechtergerechtigkeit, Gesundheit und Wohlergehen.

Ausgabe 3 - Juni 2020

Ausgabe 03 Juni 2020

Ausgabe 2 - März 2020

Ausgabe 02 März 2020

Sonderausgabe notare in Kärnten

Hier werden Cookies verwendet! Die advantage-Webseite verwendet Cookies um Inhalte und Werbeanzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf die advantage-Webseite zu analysieren. Diese Informationen werden unter Umständen auch von unseren Werbepartner genutzt. Lesen Sie mehr dazu in der Datenschutzerklärung.