Richtig heizen – saubere Luft!

Der Herbst naht und damit die Heizsaison. Auch Gespräche über Feinstaubbelastungen verdichten sich nun zu recht im und werden mancherorts von (giftigen) Rauchschwaden begleitet, die wie Dunstwolken von den Dächern strömen und sich bei ungünstigen Wetterlagen hartnäckig in Bodennähe festsetzen (nicht zu verwechseln mit Nebel). Gastbeitrag: DI Barbara Lepuschitz, Ressourcen Management Agentur – Villach

Rund 70.000 Kärntner Haushalte heizen mit Holz, Hackschnitzel, Pellets, Holzbriketts. Davon sind rund 10.000 Einzelöfen und rund 60.000 Zentralheizungen. Heizen mit dieser sogenannten Biomasse gilt als klimafreundlich, weil nachwachsende Rohstoffe als Energieträger dienen.

Nichts desto trotz finden bei Holzheizungen Verbrennungsprozesse statt, die möglichst rauch- und rückstandfrei ablaufen müssen, damit die Umwelt nicht unnötig mit Schadstoffen, wie z.B. Feinstaub und POPs belastet wird. Finden Sie zu Hause ein oder mehrere der folgende Anzeichen für unsaubere Verbrennung vor …

  • Dunkle, rußende Flammen und verrußte Sichtfenster

  • Dunkle, grobe Asche mit verkohlten Holzresten

  • Starke qualmende Rauchfänge

…, so sind sie im Blick auf das Gemeinwohl gefordert bzw. verpflichtet die weiteren Empfehlungen zu beherzigen.

Richtig heizen heißt:

  • Den richtigen Brennstoff verwenden: Ausschließlich trockenes Holz (mind. 2 Jahre Trocknungszeit!), Pellets oder Holzbriketts!

  • Richtig Anheizen und Nachlegen: Siehe www.richtigheizen.at.

  • Asche richtig entsorgen: Nur ausgekühlt und glutfrei über den Restmüll entsorgen (Nicht als Dünger verwenden!)

  • Die Heizungsanlage regelmäßig warten, reinigen und überprüfen lassen. Die fachgerechte Kombination von Ofen, Kaminsystem und Brennstoff sowie die richtige Bedienung erlauben einen sicheren, effizienten, sparsamen und umweltfreundlichen Betrieb der Holzheizung. Die Anzeichen für diese saubere Verbrennung sind:

  • Helle, hohe Flammen ohne sichtbaren Rauch

  • Feine, hellgraue Asche ohne Rückstände

  • Kein qualmender Rauchfang

Im Sinne des Umweltschutzes und der eigenen Gesundheit hat auch jeder das Recht sich gegen übermäßige Emissionen in der Nachbarschaft zu währen. Nähere Informationen finden Sie auf: www.richtigheizen.at. |

Die bekanntesten Vertreter der POPs (Englisch: Persistent Organic Pollutants) sind die Dioxine. 2015 verursachte der Hausbrand rund die Hälfte der nationalen Dioxin-Emissionen. Manche POPs sind krebserregend, viele haben schädliche Wirkungen auf das Immun-, Nerven- und Hormonsystem. (Quelle: https://www.richtigheizen.at)

Feinstaub (PM2,5) beschreibt Partikelemissionen mit einem Durchmesser kleiner als 2,5 μm und wird überwiegend in den Sektoren Verkehr, Energie und Industrie sowie bei der Raumwärmebereitstellung für Gebäude emittiert. Die Belastung durch PM2,5 führt zu einer Reihe von äußerst negativen gesundheitlichen Auswirkungen.

Ausgabe 2 - März 2020

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