Das Husky-Prinzip

Ein Husky-Team besteht aus Schlittenhunden und ihrem menschlichen Führer, dem Musher. Dieser gibt dem Gespann den Weg vor. Wie ein Musher zu führen heißt, seinem Team vertrauen zu können und nur steuernd, planend und koordinierend einzugreifen. Es obliegt dem Gespür des Musher, jene Hundepaare zusammenzuspannen, die gerne miteinander laufen. Und für diese die richtige Position und passende Aufgabe zu finden. Diese Gesetzmäßigkeiten eines Schlittengespanns lassen sich direkt in den Unternehmens- und Führungsalltag übertragen. Auch im Unternehmensumfeld müssen Führungskräfte aller Ebenen erkennen, wer an welcher Stelle geeignet oder falsch besetzt ist. Manuela Mark Foto: pixabay

Der Villacher Dr. Klaus Schirmer ist seit vielen Jahren leidenschaftlicher Unternehmer. Nach seinem Studium in Pharmazie und Psychologie übernahm er eine Apotheke in Villach, Österreich, und machte sie in den folgenden Jahren zu einem Erfolgsmodell bezüglich Mitarbeiterführung und Betriebsklima. Sein erstes Buch „Das Husky-Prinzip“ basiert auf dem Ansatz der „Führung nach dem Prinzip der Freundschaft“.

Foto: Sissi Furgler

Führen und Freundschaft – ein Widerspruch?

Beim sogenannten „Husky-Prinzip“ wird die spezielle Beziehung zwischen Schlittenhunden und dem „Musher“ als Metapher herangezogen wird und als roter Faden durch das Buch aufzeigt, was „Führen mit langer Leine und auf freundschaftlicher Basis“ an positiven Ergebnissen im unternehmerischen Umfeld bewirken kann, ohne dabei Disziplin oder Ergebnisorientierung zu vergessen. Dr. Klaus Schirmer stellt in seinem Buch wirksame Analogien zwischen dem Spirit eines Hochleistungs-Teams und dem eines Schlittenhunde-Gespanns her: Er verweist auf die ungeheure intrinsische Motivation der Huskys oder Mitarbeiter, zu rennen und zu ziehen, ohne dafür mit Leckerli’s bzw. Boni angespornt werden zu müssen. Er arbeitet die vertrauensvolle Kommunikation zwischen Musher und Leithund heraus, die sich eins zu eins auf die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Führungsebenenumlegen lässt. Und letztlich verweist er auf die Ur-Aufgabe des Führens, die im Beispiel des Hundeschlittens offensichtlich wird: Während die einen das ausführen, was sie am liebsten tun und am besten können, nämlich rennen und ziehen, macht der Musher bzw. die Führungskraft das, was sonst keiner kann: Er hat all das im Blick, was das große unternehmerische Projekt von außen wie von innen beeinflusst.

„Damit Mitarbeiter
von sich aus die volle Leistung
erbringen wollen, sollten sie
‚von oben‘ die Möglichkeit
erhalten, weitgehend unabhängig
und situativ entscheiden zu können.
Für eine solche Freiheit muss
im Unternehmen Vertrauen
herrschen. Kurz gesagt,
es braucht eine freundschaftliche
Unternehmenskultur.“

Dr. Klaus Schirmer

H.U.S.K.Y.

Führung nach Prinzip der Freundschaft bedeutet definitiv nicht, dass es gar keine Führung gibt. Natürlich muss jemand an der Spitze stehen. Denn: Der größte Stress, den eine Gruppe hat, ist das Fehlen der Alphaposition. Es ist unabdingbar, dass eine Person gibt, die in der Lage ist, eine Entscheidung zu treffen. Genauso wichtig ist es aber, dass es dem gesamten Gespann gut geht. Jedes Unternehmen ist nur so gut wie die Motivation und Bereitschaft des einzelnen Mitarbeiters.

H – Hohe Ziele verfolgen

U – Umfeld einrichten

S – Strukturen schaffen

K – Kultur pflegen

Y – Yeah, der Schlitten fährt wieder

Der Villacher Unternehmer Dr. Klaus Schirmer kennt die Do‘s and Dont‘s in Mitarbeiterführung und Betriebsklima.

Ausgabe 3 - Juni 2020

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