Mekka der Landwirtschaft

Etwa 85 Prozent der Fläche Österreichs werden land- und forstwirtschaftlich genutzt. Die österreichischen Bauern setzen dabei verstärkt auf ökologische Landwirtschaft: Bereits 2008 bearbeiten 20.000 Biobauern ca. 15 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche Österreichs, damit hat Österreich mit knapp 10 Prozent die höchste Dichte an biologischen, landwirtschaftlichen Betrieben in der EU. Manuela Mark, Foto: pixabay.com

Gerade in den letzten 50 Jahren hat sich die Landwirtschaft in Österreich stark verändert. Nicht zuletzt durch die Erfindung besserer und größerer Maschinen, den Mangel an Fachkräften, das Konsumverhalten der Bevölkerung und den Einsatz von Kunstdünger und Spitzmitteln. Die Digitalisierung erfasst gerade alle Lebensbereiche. Die Landwirtschaft macht keine Ausnahme. Im Gegenteil, was in der Industrie gern mit dem Schlagwort „Industrie 4.0“ beschrieben wird, ist in der Landwirtschaft längst angekommen: Produktionsprozesse steuern sich selbst, Maschinen kommunizieren mit Maschinen, Fahrzeuge steuern autonom, die Produktion wird mit modernster Informations- und Kommunikationstechnik verzahnt, Computerprogramme treffen Entscheidungen. Auch wenn sich durch die globalisierte und digitale Welt notwendige Veränderungen ergaben, wird die Landwirtschaft auch in Zukunft die Hauptquelle unserer Nahrungsmittel sein. Zusätzlich wird der Klimawandel in der Landwirtschaft weltweit zu Veränderungen führen. In Österreich werden in Zukunft weniger kälteliebende Pflanzen und Tiere leben können.

Wie Bio ist Österreich?

Der biologische Landbau in Österreich nimmt von Jahr zu Jahr zu. Unsere heimischen Biobauern achten besonders auf Gesundheit und Wohl der Tiere. Die prozentmäßige Verteilung zwischen Tieren in Bio-Betrieben und konventionellen unterscheidet sich zwischen den Tierarten enorm: So lag der Anteil an Bio-Schweinen im Vorjahr lediglich bei zwei Prozent, gemessen an allen Schweinen in österreichischen Landwirtschaftsbetrieben. Das entspricht 62.671 Bio-Schweinen in Österreich. Dagegen wurden insgesamt 403.931 Rinder auf Bio-Betrieben gehalten, was einem Anteil von 21 Prozent an allen Rindern entspricht. Den größten Anteil an Bio-Tieren gab es bei den Ziegen mit über 50 Prozent, was in etwa 43.300 Bio-Ziegen entspricht, und Schafen mit 107.500 Tieren, die auf einem Biohof gehalten wurden. Die höchste mengenmäßige Zahl an Bio-Tieren gibt es beim Geflügel: Hierzulande leben rund 2,2 Millionen Hühner auf biologischen Betrieben.

Kärnten: Familientradition überwiegt

Die 2016 veröffentlichten Ergebnisse der Agrarstrukturerhebung weisen für Kärnten 17.475 land- und forstwirtschaftliche Betriebe aus. Die land- und forstwirtschaftlichen Betriebe werden nach wie vor überwiegend als Einzelunternehmen geführt, das heißt, dass die Bewirtschaftung erfolgt als Familienbetrieb, wobei 4324 Betriebe im Haupterwerb und 11.787 Betriebe im Nebenerwerb geführt werden. Von den 17.475 Agrarstrukturbetrieben in Kärnten sind 57 Prozent bzw. 10.002 Betriebe viehhaltend – besonders ausgeprägt ist hier die Haltung von Rindern.

Agrarmesse Alpen-Adria feiert ein Jahrzehnt

Die nächste AGRARMESSE ALPEN-ADRIA findet vom 17. bis 19. Jänner 2020 am Messegelände Klagenfurt statt. Ein Schwerpunkt bei der zehnten Ausgabe wird auf das Thema „Stallbau“ gelegt. Bei der letzten Messe begeisterte die Messe über 22.000 Besucherinnen und Besucher, der steirische Anteil konnte verdoppelt werden und über 15 Prozent kamen aus dem Ausland. „Wir freuen uns, dass sich die AGRARMESSE ALPEN-ADRIA zur größten und bedeutendsten Fachmesse in der Alpen-Adria-Region entwickelt hat“, so Messepräsidentin Dr. Maria-Luise Mathiaschitz. Sieht man sich die Herkunftsstatistik der BesucherInnen an, dann kamen 85 Prozent aus dem Inland und 15 Prozent aus dem Ausland, vorwiegend aus Slowenien. Auch der neue Geschäftsführer Bernhard Erler blickt positiv in die kommenden Jahre: „Wichtig wird es sein, intensiv an der Zukunft zu arbeiten. Es wird herausfordernd, aber ich bin mir sicher, dass wir alles bewältigen.“ Die Messe-Bilanz 2018 ist, so Geschäftsführer Bernhard Erler, wirtschaftlich eine Punktlandung: Zu Buche stehen ein Jahresumsatz in Höhe von 8,2 Millionen Euro und ein Cash Flow von 1,07 Millionen Euro. Bedingt durch den Zwei-Jahres-Rhythmus der „Agrarmesse Alpe-Adria“ und der internationalen Holzmesse „Holz & Bau“ war das Geschäftsjahr mit insgesamt 13 in Eigenregie organisierten Fach- und Publikumsmessen ein starkes Jahr für die Kärntner Messen. |

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