Wirtschaft

Infineon errichtet globales Kompetenzzentrum für neue Halbleitertechnologie in Österreich

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Die steigende Nachfrage nach leistungsfähigeren Energiesparchips auf Siliziumkarbid-Basis ist bereits deutlich spürbar.

Infineon Technologies, der weltweite Marktführer bei Leistungshalbleitern, investiert 35 Millionen Euro in Villach für Forschung, Entwicklung und Fertigung von Siliziumkarbid (SiC)-Halbleitern.

Der Konzern Infineon Technologies intensiviert seine Aktivitäten, um robuste, noch effizientere und leistungsstärkere Produkte aus neuen Halbleitermaterialien anzubieten. Das Produktportfolio auf Basis der Siliziumkarbid-Technologie – ein wesentliches neues Halbleitermaterial für Energiesparchips – wird daher massiv ausgebaut, um die steigende Nachfrage unter anderem in den Bereichen Industrieelektronik, Elektromobilität und erneuerbarer Energieerzeugung zu bedienen. Im Zuge dieser strategischen Initiative investiert der Halbleiterkonzern noch im laufenden Geschäftsjahr 35 Millionen Euro in die Entwicklungs- und Fertigungsaktivitäten für Siliziumkarbid bei Infineon Austria in Villach. Das Investitionspaket umfasst die Weiterentwicklung von Halbleiter-Prozesstechnologien, modernste Fertigungsanlagen sowie die Erweiterung von bestehender Produktionsinfrastruktur. Allein in Villach werden dafür 30 zusätzliche, höchstqualifizierte Arbeitsplätze in Forschung, Technologieentwicklung sowie im Produktmanagement geschaffen.

Marktpotenzial ist deutlich spürbar

„Wir sind überzeugt, dass die Siliziumkarbid MOSFET-Technologie gerade am Wendepunkt steht und kurz- und mittelfristig enormes Wachstumspotenzial hat. Wir wollen in diesem Bereich eine globale Führungsrolle einnehmen und starten daher ein Investitionsprogramm, um unser Portfolio von Siliziumkarbid-Produkten in den Infineon-Divisionen Industrial Power Control, Automotive sowie Power Management & Multimarket offensiv zu erweitern“, so Peter Wawer, Division-Präsident Industrial Power Control von Infineon. Bereits in den vergangenen Monaten wurden bei Infineon in Villach eine Reihe von neuen Siliziumkarbid-Produkten entwickelt und produziert. Nun soll ein umfassendes Angebot von Siliziumkarbid-Lösungen entwickelt werden, das auf verschiedene Anwendungsgebiete zugeschnitten ist. So ist die steigende Nachfrage beispielsweise bei Ladestationen für Elektroautos mit deutlich schnelleren Ladezeiten, Wechselrichtern für Solarenergieanlagen oder auch im Bereich der unterbrechungsfreien Stromversorgung bereits deutlich spürbar. Gerade in diesen Märkten ist in naher Zukunft ein sehr hohes Wachstumspotenzial zu erwarten. „Nachdem Siliziumkarbid-Lösungen am weltweiten Markt für Leistungshalbleiter immer stärker nachgefragt werden, hat diese Kompetenzerweiterung einen extrem hohen Stellenwert für den Standort Villach“, so die Vorstandsvorsitzende der Infineon Technologies Austria AG Sabine Herlitschka.

Deutliche Systemvorteile

Mit Energiesparchips aus dem neuen Halbleitermaterial Siliziumkarbid können deutliche Systemvorteile realisiert werden:  Bis zu 80 Prozent geringere Energieverluste bei der Stromwandlung reduzieren bei gleicher Leistung die Baugrößen und die Systemkosten. Damit bilden sie die Grundlage für höchst effiziente, kleinere und leichtere Systemlösungen bei der Energiewandlung oder in der Elektromobilität.

 

Fotocredit: Infineon Technologies

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