Sparkassenstudie zu Vorsorgebewusstsein und Vorsorgeverhalten

Kärntner investieren monatlich 157 Euro in Vorsorge

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Monatlich 157 Euro für das Vorsorge-Sparschwein: Sparkasse-Bereichsleiter Mag. Rudolf Köberl, Vorstandsdirektorin Gabriele Semmelrock-Werzer, Vorstandsdirektor Manfred Bartalszky (s Versicherung), Studienautor DDr. Paul Eiselsberg (IMAS) und Landesdirektor Herbert Printschitz (s Versicherung)
  • „Besorgte“ Zukunftsaussichten steigern Vorsorgebedürfnis

  • Finanzielle Vorsorge für 92% der Kärntner von großer Bedeutung

  • Nur 8% legen alleinigen Fokus auf Rendite


Gesellschaftlicher Wandel und Zukunftsängste

Kärntner, die ganz allgemein an die langfristige Zukunft denken, geben in der IMAS-Studie eine überwiegend pessimistische Einschätzung ab: 35% blicken mit Skepsis, 27% sogar mit Sorge auf den Zeitraum der nächsten zehn Jahre. Der Grund dafür liegt unter anderem darin, dass man mit dem als zu schnell empfundenen Wandel der Gesellschaft nicht mehr Schritt halten kann: Fortschritt in Technik und Wissenschaft, die Nutzung von Smartphones, Tablets und Co sowie die Kommunikation über WhatsApp, Facebook etc. wirken als „Teilchenbeschleuniger“ des Alltagslebens. Hinzu kommt mangelndes Vertrauen in die künftige gesetzliche Pension: Knapp drei Viertel (71%) in Kärnten glauben nicht mehr daran, dass sie zum Zeitpunkt ihrer Pensionierung alleine mit der staatlichen Pension ihren Lebensstandard halten werden können. Die Kombination aus schnellem gesellschaftlichem Wandel und wachsenden Zukunftsängsten wirkt sich wiederum sehr stark auf das Vorsorgebedürfnis der befragten Kärntner aus.

Gesundheit, Pension und Familie als zentrale Vorsorgethemen

Für mittlerweile mehr als vier Fünftel der Befragten in Kärnten ist die finanzielle Vorsorge wichtig (92%), für ein Drittel sogar sehr wichtig (34%). Auffällig ist, dass österreichweit gerade die junge Generation, also die 16- bis 29-Jährigen, dem Thema Vorsorge besonders aufgeschlossen begegnen. Entsprechend stimmt die Hälfte der Befragten (50%) der Aussage stark zu, dass die private Vorsorge immer wichtiger wird, da der Staat, ihrer Meinung nach, seine Pensionsleistungen in Zukunft weiter reduzieren wird. Kaum jemand ist hier vom Gegenteil überzeugt. Klar wird durch die Studie auch, worum es den Kärntnern in puncto Vorsorge vor allem geht: Gesundheit, die finanzielle Vorsorge für die Pension und die Absicherung der Familie. Für acht von zehn Befragten hat das Thema Gesundheit (79%) höchste Priorität. Des Weiteren spielt für mehr als zwei Drittel der Befragten in Kärnten (69%) die Vorsorge für die Pension, und für jeden Zweiten (53%) die Familie eine besonders wichtige Rolle. „Die Studie bestätigt uns, dass in der Gesellschaft ein erhöhtes Absicherungsbedürfnis herrscht und die private Vorsorge immer wichtiger wird. Für uns als erfolgreicher Lebens- und Bankenversicherer ein klares Signal, Produkte und Serviceleistungen den aktuellen Lebensumständen anzupassen und die Nähe zum Kunden noch mehr in den Fokus zu rücken. Denn jede abgeschlossene Versicherung ist schließlich ein individuelles Sicherheitsversprechen – oftmals über viele Jahrzehnte“, sagt Manfred Bartalszky, Vorstandsdirektor der
s Versicherung.

Neun von zehn Kärntnern sorgen bereits vor

89% der befragten Kärntnerinnen und Kärntner geben an, zumindest ein Vorsorgeprodukt zu besitzen, für das sie durchschnittlich 157 Euro pro Monat (das entspricht nach Niederösterreich mit 199 Euro und Tirol mit 167 Euro dem dritthöchsten Wert) ausgeben. Männer liegen beim investierten Vorsorgekapital im Durchschnitt deutlich vor den Frauen. Entsprechend dem starken Sicherheitsbedürfnis der Gesellschaft, sind das Sparbuch/Sparkarte mit 61%, die private Unfallversicherung mit 55% und die klassische Haushalts- bzw. Eigenheimversicherung mit 54% nach wie vor die beliebtesten Vorsorgeprodukte. Danach folgen der Bausparvertrag (38%), die private Krankenversicherung (32%) sowie die klassischen Lebensversicherung mit 29%. Mittels Immobilienbesitz sorgen 25% vor und eine Pensionsvorsorge mit staatlicher Förderung nennen immerhin noch ein Fünftel der Befragten in Kärnten (19%) ihr Eigen. Eine fondsgebunden Lebensversicherung (17%), eine Firmenpension (16%) oder Wertpapiere (12%) finden sich nur noch selten im Vorsorgeportfolio der Befragten. Im vieldiskutierten Bereich der privaten Pflegeversicherung zeigt sich auch in Kärnten mit lediglich 2% Nennungen ein noch deutlich unterentwickeltes Vorsorgebewusstsein.

Bank ist erster Ansprechpartner bei finanzieller Absicherung

Gerade vor dem Hintergrund eines sich ständig beschleunigenden Alltags gewinnt der persönliche Kontakt bei der Informationsbeschaffung zu Vorsorgeprodukten eine noch stärkere Bedeutung. Wenn Kärntner daran denken, wie ihre Bank bzw. ihre Versicherung sie in Zusammenhang mit dem gesellschaftlichen Wandel unterstützen kann, so ist für 57% die Bank/die Versicherung als verlässlicher Ansprechpartner für finanzielle Angelegenheiten sehr wichtig. „Gerade die finanzielle Altersvorsorge ist so individuell und vielseitig, dass man sie mit einem Profi gemeinsam planen sollte“, meint Gabriele Semmelrock-Werzer, Vorstandsdirektorin der Kärntner Sparkasse. Als Anbieter konkreter Hilfestellungen und Services sehen immerhin 25% der Befragten in Kärnten die Bank bzw. die Versicherung. Rund ein Fünftel (19%) schätzen eine gute Erreichbarkeit ihrer Finanzpartner über unterschiedlichste Kanäle.

Sicherheit geht vor Rendite

Sieht man sich das tatsächliche Anlageverhalten genauer an, zeigt sich, dass den Kärntnern bei der Veranlagung von Geld ganz klar Sicherheit vor Rendite geht. Bei der Wahl zwischen diesen beiden Faktoren sprechen sich 58% für die Sicherheit aus. 28% präferieren eine ausgewogene Veranlagung und nur eine Minderheit von 8% setzt eher auf eine hohe bzw. höchstmögliche Rendite. Auch in einer Betrachtung unterschiedlicher Faktoren im Zusammenhang mit der Veranlagung zu Vorsorgezwecken liegen eine hohe Rendite, die Produktflexibilität sowie die Transparenz/Verständlichkeit des Produktes mit je 39% abgeschlagen auf dem letzten Platz. Wichtiger ist den Kärntnern mit 44% der Nennungen dagegen eine gute Beratung. Die Themen Kapitalgarantie sowie ein geringes Veranlagungsrisiko stehen mit je 49% hingegen ganz vorne auf der Wunschliste. „Diversifikation ist das Allerwichtigste bei der Vorsorge – niemals alles auf eine Karte setzen“, sagt Mag. Rudolf Köberl, Bereichsleiter Privatkunden in der Kärntner Sparkasse. Bei einem EZB-Leitzins von 0% ist der Kaufkraftverlust (Inflation 2,6%) beim klassischen Sparen allgegenwärtig. „Man sollte neben den liquiden Mitteln, die man für die Notfälle des Alltags braucht, sich mit seinem Berater eine langfristige Strategie überlegen, um zumindest die Inflation auszugleichen.

Zur Studie: s Versicherung, Erste Bank und Sparkassen beauftragten das Marktforschungsinstitut IMAS mit einer Online-Befragung zum Thema „Vorsorgebewusstsein & Vorsorgeverhalten“. Im Jahr 2017 beantworteten 1.000 Personen zwischen 16 und 65 Jahren Fragen zu finanziellen Vorsorgethemen und -produkten sowie zum Thema gesellschaftlicher Wandel und dessen Auswirkungen auf das Vorsorgeverhalten. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die österreichische Bevölkerung ab 16.

Foto: (c) Fritz-Press, Kärntner Sparkasse

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