Wirtschaft

Kärntner Wirtschaftsdelegation knüpfte vielversprechende Kontakte mit Hafen Antwerpen

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Der Kärntner LandeshauptmannDr. Peter Kaiser sieht Kooperationen mit internationalen Häfen als große Chance.

LH Kaiser: Großes Interesse an Zusammenarbeit im Bereich Logistik eröffnet realistische Chance zur Weiterentwicklung für internationales Logistikzentrum Villach-Fürnitz.

Antwerpen und Kärnten könnten in naher Zukunft in enger wirtschaftlicher Kooperation gemeinsame Wege gehen. Erste, vielversprechende Gespräche dazu, fanden heute, Dienstag, im Hafen von Antwerpen zwischen Hafen-Verantwortlichen und einer Kärntner Wirtschaftsdelegation, angeführt von Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser, LHStv.in Gaby Schaunig, LR Christian Benger und LR Rolf Holub statt.   „Unser Ziel ist es, mit internationalen Häfen wie eben Antwerpen im Bereich der Logistik zu kooperieren, indem wir unseren Trockenhafen in Villach-Fürnitz als Warenumschlag- und Verschiebe-Center international positionieren, und die Möglichkeiten hervorheben, die wir als Knoten zweier großer europäischer Verkehrsachsen – der Tauern- und der Baltisch-Adriatischen-Achse – bieten. Die heutigen ersten Gespräche stimmen mich sehr zuversichtlich, weil es konkretes Interesse des Antwerpener Hafens und von einzelnen Wirtschaftsvertretern für gemeinsame Kooperationen gibt”, so Kaiser.

So wurde beispielsweise von Edwin Moehlig, Managing Director von Rail & Sea, die Absicht bekundet, die bestehende Verbindung zwischen Antwerpen und Linz auszubauen und dafür Villach-Fürnitz als Standort genau zu prüfen. “Wir haben derzeit vier Züge in Österreich und möchten eine tägliche Verbindung schaffen”, so Moehlig. Derzeit bestehe eine gute Kooperation mit der österreichischen Rail Cargo Group. Katarina Stancova, Advisor Intermodality & Hinterland im Hafen von Antwerpen erklärte, dass momentan versucht werde, neue und verbesserte Bahnverbindungen zwischen dem Hafen Antwerpen und Österreich aufzubauen. Der Hafen Antwerpen bietet für den Österreichischen Verlader über die Bahnverbindungen mit Linz, Wien, Wels und Graz eine neue nachhaltige Alternative in der Lieferkette. Annick Dekeyser, Marketing-Coordinator Deutschland, Schweiz, Österreich und Russland, erklärte, dass derzeit von Antwerpen aus 8 Prozent der Waren auf der Schiene geliefert werden und dies auf 20 Prozent ausgebaut werden soll. Von beiden Faktoren könnte Villach-Fürnitz profitieren.

Die wirtschaftlichen Möglichkeiten Kärntens wurden auch von  Benger und Holub hervorgestrichen. Benger verwies auf die für internationale Unternehmen als Standortfaktor interessante vergleichsweise schlanke Verwaltung: „In Kärnten bekommt man eine Baubewilligung innerhalb von 15 bis 30 Tagen, eine Anlagengenehmigung innerhalb von 80 Tagen und eine Firmenanmeldung ist in eine Tag möglich“. Neben den Stärken Kärntens in den Bereichen Informations- und Mikroelektronik, Maschinen- und Anlagenbau, erneuerbare Energie und Holzindustrie, betonte auch Benger die geografischen Vorteile des Logistik-Standortes Villach-Finkenstein-Arnoldstein. „Logistik ist neben Digitalisierung der Schlüssel, um international erfolgreich zu sein. Wir haben in Kärnten, am Schnittpunkt zweier europäischer Verkehrsachsen enorm großes Entwicklungspotenzial. Für Betriebsansiedlungen und unsere KMU`s ist die Logistikdrehscheibe Villach-Fürnitz von großer Bedeutung. Antwerpen strahlt Bedeutung aus und wir sehen unsere Chancen in der Stückgutverteilung“, so Benger. Fürnitz liegt in einer strategisch günstigen Lage im Nahebereich zu den Wirtschaftsräumen von Süd- und Südosteuropa, sowie Mitteleuropa. Die Zeitersparnis durch kürzere und damit auch klimafreundlichere Transportwege von China nach Europa hob Holub hervor: „Durch die Abkürzung beispielsweise von Triest über Villach zu den Nordhäfen ergibt sich gegenüber dem Weg über die Straße von Gibraltar eine Zeitersparnis von zwei bis ünf Tagen.” Das sei auch ein wesentlicher Grund dafür, dass sich beispielsweise das größte türkische Logistik-Unternehmen ECOL gerade in Villach-Fürnitz niedergelassen habe. Wichtig sei es, durch Kommunikation auch Kooperationen zu ermöglichen, so Holub.

 

Fotocredit: Landespressedienst Kärnten

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