Gesundheit

Kein Kassen-Frauenarzt: Abteilung für Geburtshilfe und Gynäkologie hilft aus

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Traditionsreiche Geburtenstation: Mehr als 700 Babys jährlich erblicken im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder St. Veit/Glan das Licht der Welt.

Die Suche nach einem Kassen-Frauenarzt in St. Veit/Glan gestaltet sich weiter schwierig. Nun gibt es auch vom Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in St. Veit/Glan offiziell grünes Licht für die Betreuung der Kassen-Patientinnen: Mutter-Kind-Pass-Kontrollen und gynäkologische Untersuchungen werden zur Überbrückung und im Rahmen der Möglichkeiten neben dem normalen Krankenhausbetrieb durchgeführt.

Seit Ende letzten Jahres ist die Kassenstelle für Gynäkologie und Geburtshilfe nach der Pensionierung von Herrn Dr. Schmid vakant. Die Nachbesetzung konnte bisher noch nicht erfolgen und wird auch in absehbarer Zeit noch nicht entschieden. Die Wartezeiten bei den WahlärztInnen sind lange und andere KassenärztInnen sind überlaufen, klagen die Betroffenen.

Versorgung über die Ambulanz des Spitals

Kürzlich hat das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in St. Veit gemeinsam mit der Kärntner Gebietskrankenkasse (GKK) eine Vereinbarung getroffen, um die Notsituation im Bezirk zu entschärfen. Die Versorgung der Patientinnen erfolgt nach Abstimmung mit der Gebietskrankenkasse über die Ambulanz des Krankenhauses St. Veit bis die Kassenstelle besetzt wird. Eine telefonische Terminvereinbarung ist notwendig. Zu den eingerichteten Ambulanzzeiten werden schwangere Frauen betreut, die auf eine kontinuierliche Behandlung (Mutter-Kind-Pass) angewiesen sind. Zusätzlich werden extramurale gynäkologische Untersuchungen, die im Normalfall beim niedergelassenen Gynäkologen stattgefunden hätten, auch im Ordenskrankenhaus in St. Veit stattfinden können.

Befristung

Eine rasche Entscheidung muss dennoch dringend getroffen werden: Der Vorstand der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe, Prim. Dr. Freydun Ronaghi, MBA betont: „Somit können wir zumindest Schwangeren im Fall einer Mutter-Kind-Pass-Untersuchung den Zugang zu einem „Kassenarzt“ ermöglichen bzw. gynäkologische Routineuntersuchungen durchführen. Sobald aber die Kassenstelle besetzt ist, wird bei uns wieder der Normalbetrieb in Kraft treten.“

 

Fotocredit: Heike Fuchs

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