Kompetenzzentrum Holz in St. Veit erprobt und entwickelt Innovationen für Wirtschaft und Industrie

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Foto: Pablo

Unter dem Namen „Wood K plus“ wurde im Jahr 2001 einer der vier österreichweiten Standorte des Kompetenzzentrum Holz GmbH in St. Veit ins Leben gerufen. 17 Jahre später zählt man in Europa zu den führenden Forschungseinrichtungen für Holz und verwandte nachwachsende Rohstoffe.

Waren es zu Beginn 35 Personen, so wuchs das Kompetenzzentrum über die Jahre auf mittlerweile 130 Beschäftigte. Bei der heute, Mittwoch, stattgefunden Pressekonferenz zog man über das bisher Erreichte Bilanz und gab die nächsten Ziele des Kompetenzzentrums bekannt. Auskunft gaben Forschungsreferentin LHStv.in Gaby Schaunig, Bürgermeister Gerhard Mock, KWF-Vorstand Sandra Venus, Kompetenzzentrum Holz Österreich-Geschäftsführer Boris Hultsch und Bereichsleiter Herfried Lammer.

„Das Land Kärnten bekennt sich – auch im aktuellen Regierungsprogramm – explizit zu Forschung und Innovation. Schon in der vergangenen Legislaturperiode ist es gelungen, die Forschungsquote des Landes Kärnten auf über drei Prozent zu steigern“, so Schaunig. Nur rund zehn Prozent der EU-Regionen weisen eine ähnliche Forschungsintensität auf. „Der Erfolg und das Renommee außeruniversitärer Forschungseinrichtungen wie ‚Wood K plus‘ sind zugleich Bestätigung wie auch Ansporn, diesen Weg fortzusetzen und weiter zu intensiveren“, bekräftigte Schaunig und verwies auf die erfolgreichen Projekte, die durch die Verschränkung von angewandter Forschung und lokalem Unternehmergeist bereits realisiert werden konnten: Von Wurzelholz-Pfeffermühlen bis zu Skateboarden aus Hanf, von hochwertigen Naturholzpools bis zu Möbelbeschichtungen.

Die Kernkompetenzen von „Wood K plus“ liegen in der Materialforschung und Prozesstechnologie entlang der gesamten Wertschöpfungskette, also von den Rohmaterialien bis hin zum fertigen Produkt. Dabei werden Methoden, Prozesse und Grundlagen erarbeitet und es wird an der Nahtstelle von Wirtschaft und Wissenschaft geforscht und entwickelt. Die dezentrale Struktur mit Forschungsstandorten in Linz, Lenzing, Tulln und St. Veit an der Glan ermöglicht es, besonders enge Kooperationen mit der Industrie quasi vor Ort einzugehen und für nachhaltige Erfolge in den entsprechenden Regionen zu sorgen.

Im Vorjahr konnte das Zentrum rund 150 Forschungs- und Entwicklungs-Projekte mit einem Volumen von über zehn Mio. Euro abwickeln. Ein zentrales Anliegen von „Wood K plus“ ist es dabei, Forschungskarrieren zu ermöglichen und unterstützen. Die große Zahl von aktuell 45 laufenden Dissertationen und 26 Diplomarbeiten unterstreicht dies und ist ein maßgeblicher Faktor für den gesamten Wirtschaftssektor.

Im Rahmen des COMET-Programms (Competence Centers for Excellent Technologies) konnte sich das Kompetenzzentrum Holz („Wood K plus“) nach Abschluss der Evaluierung durch ein internationales Fachkomitee die Finanzierung für weitere vier Jahre sichern. Damit steht dem Zentrum und seinen Partnern für die Programmperiode 2019-2022 ein Forschungsbudget von 22,7 Mio. Euro zur Verfügung. Etwas mehr als ein Viertel davon geht an den Kärntner Standort.

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