Gesundheit

Neue Operationsverfahren im Fokus

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Prim. Dr. Manfred Kuschnig, Medizinschier Direktor und Vorstand der Abteilung für Orthopädie und orthopädische Chirurgie am A.ö. Krankenhaus der Elisabethinen Klagenfurt

Bereits zum vierten Mal veranstaltet das Bezirkskrankenhaus Lienz gemeinsam mit dem Elisabethinen-Krankenhaus Klagenfurt das Internationale Hüft- & Knie- Symposium, bei dem sich renommierte Spezialisten über Innovationen im Bereich der Hüft- und Knie-Endoprothetik austauschen. Diskutiert werden vor allem die innovativen Operationsverfahren AMIS® und my knee-Endoprothetik, mit denen Patienten künstliche Hüft- und Kniegelenke eingesetzt werden.

Weltweit führende Fachärzte auf dem Gebiet der Orthopädie und orthopädischen Chirurgie treffen sich am 15. und 16. September im BKH Lienz zum 4. Internationalen Hüft- & Knie- Symposium, um die neuesten Entwicklungen in den Operationssälen zu diskutieren. Entstanden ist die Idee zu dieser gemeinsamen Veranstaltung in den beiden international anerkannten Referenzzentren auf diesem Gebiet, der orthopädischen Abteilung des Elisabethinen-Krankenhauses Klagenfurt und dem Bezirkskrankenhaus Lienz..

Täglich belasten wir unsere Hüft- und Kniegelenke enorm, sodass sie allmählich abnutzen. Dieser Gelenkverschleiß kann sehr schmerzhaft sein und zur Gehunfähigkeit führen. „Keiner sollte ernsthafte Hüft- oder Knieschmerzen ignorieren, sondern lieber gleich zum Facharzt gehen“, empfiehlt Prim. Dr. Manfred Kuschnig, Medizinischer Direktor und Vorstand der Abteilung für Orthopädie und orthopädische Chirurgie am Elisabethinen-Krankenhaus Klagenfurt.

Elisabethinen-Krankenhaus ist internationales Ausbildungszentrum

Was der moderne Gelenkersatz an der Hüfte leisten kann, erläutert Prim. Dr. Manfred Kuschnig: Seit 2010 ist das Elisabethinen-Krankenhaus in Klagenfurt ein internationales Ausbildungs- und Referenzzentrum des Ausbildungsprogramms für AMIS® (Anterior Minimally Invasive Surgery), eine spezielle Hüftoperationstechnik. Ärzte aus Österreich und den Nachbarländern werden im EKH in dieser Technik geschult und falls nötig wahrend der ersten AMIS®-Hüftoperationen begleitet. Seither konnten sich schon viele in- und ausländische Ärzte in dieser neuen Operationsmethode qualifizieren, und vielen Patienten konnte man so zu einer rascheren und unkomplizierten Genesung verhelfen. Das Zentrum für den Bewegungsapparat am Elisabethinen-Krankenhaus und sein neuer „Bone and Joint Board“, eine interdisziplinäre Plattform zur Erörterung von Problemfällen, stehen für die Kompetenz des Hauses im Bereich orthopädische Chirurgie, Orthopädie und Rheumatologie.

Eine Operation, bei der eine Hüft-Endoprothese implantiert wird, ist mittlerweile ein gängiges und bewährtes Verfahren, das sich als sicher und effektiv erwiesen hat. Rund 400 solcher Endoprothesen werden im Elisabethinen-Krankenhaus inzwischen jährlich eingesetzt. Die minimal invasive Hüftchirurgie hat die herkömmliche Hüftoperation revolutioniert. „Verglichen mit dem Zustand vor der Operation haben die Patienten anschließend weniger Schmerzen und können die Hüfte wieder besser benutzen. Die Hüftgelenk-Ersatzoperation gehört zu den erfolgreichsten chirurgisch-orthopädischen Eingriffen“, betont Prim. Dr. Manfred Kuschnig.

Entfernte Hüftgelenksknochen werden recycelt

Recycelte Hüftgelenksknochen werden statt Metall oder Zement auch als Füllmaterial bei Knochendefekten verwendet. Das Klagenfurter Elisabethinen-Krankenhaus verfügt über eine eigene EU konforme Knochenbank. Bis zu 60 Hüftköpfe werden pro Jahr aufbereitet, für Patienten, bei denen sich die Hüft- oder Knieprothese lockerte. Die Implantation von „Bankknochen“ ist im weiteren Sinn mit der Gabe eine Blutkonserve zu vergleichen.

„PSI“ = patientenspezifische Implantation Neue Technik ermöglicht präzise Implantation Anpassung von Knie-Prothesen
Auch bei der Knie-Endoprothetik mit der Implantationsmethode „my knee“ bestätigen die Experten ähnlich positive Erfolge. Dabei werden schon vor der OperationCT oder MRTBilder aus der radiologischen Untersuchung des Knies zur Herstellung eines individuellen dreidimensionalen Modells verwendet. „Durch diese aufwändige Vorarbeit kann man bei der Implantation die individuellen Verhältnisse der Winkel, Achsen und die Rotation des Patienten noch besser berücksichtigen was poltop. zu besseren Ergebnissen in Bezug auf Beweglichkeit und auch Langlebigkeit der Endoprothese führt,“ so Kuschnig. Dadurch bleibt die Prothese in ihrer optimalen Position. Im Vergleich zur herkömmlichen Methode erwarten die Spezialisten bessere Resultate.

 

Fotocredit: Foto Horst

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