Rechnungsabschluss 2018: Stadt erwirtschaftet Plus von 16 Millionen Euro

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Die Reformpartner im Rathaus präsentierten das erfreuliche Ergebnis des Rechnungsabschluss 2018. Am Bild v.l.n.r.: DI Peter Sebastian (Leiter Abt. Finanzen), StR Frank Frey, Bgm. Dr. Maria-Luise Mathiaschitz, Vzbgm. Jürgen Pfeiler, GR Mag. Manfred Jantscher.

Fast 10 Millionen Euro fließen in die Rücklagen und können für städtische Infrastrukturmaßnahmen investiert werden. Der Schuldenstand sinkt weiter, das Maastricht-Ergebnis ist ausgeglichen.

Der Schuldenstand der Stadt wurde im Rechnungsjahr 2018 deutlich gesenkt. Damit steht jetzt wieder mehr Geld für wichtige Investitionen in die städtische Infrastruktur zur Verfügung. Das hat Bürgermeisterin Dr. Maria-Luise Mathiaschitz im Rahmen einer Pressekonferenz am Dienstag unterstrichen: „Es ist uns gelungen, einen Überschuss von 16 Millionen Euro zu erwirtschaften, der direkt in die Infrastruktur der Stadt investiert werden kann. Zudem haben wir beim Maastricht-Ergebnis eine Punktlandung hingelegt. 2014 hat uns das Land noch mit einem Finanzkommissar gedroht, das ist jetzt endgültig vom Tisch. Auch der Schuldenstand der Stadt sinkt weiter.“

Die wichtigsten Kennzahlen des Rechnungsabschlusses 2018: Im Ordentlichen Haushalt stehen Einnahmen von rund 308 Milo. Euro gleich hohen Ausgaben gegenüber. Im Allgemeinen Haushalt (vor Rücklagen) hat es Einnahmen von 253,2 Mio. Euro und Ausgaben von 246,2 Mio. Euro gegeben. Damit wurde im Allgemeinen Haushalt ein Überschuss von 6,9 Mio. Euro erzielt. In den sonstigen Leistungsbereichen (vor Rücklagen) sind für Kanalisation, Müllbeseitigung und Wohn- und Geschäftsgebäude Einnahmen in der Höhe von 50,2 Mio. Euro und Ausgaben von 41 Mio. Euro ausgewiesen. Das bedeutet ein positives Ergebnis von 9,3 Millionen Euro. „2018 wurde damit ein Überschuss im Ordentlichen Haushalt von 16 Millionen Euro erwirtschaftet und das, obwohl die Steigerung bei den Ertragsanteilen wesentlich geringer ausfällt als bei den Transferzahlungen. Ein Beweis dafür, dass unsere Reformpartnerschaft im Rathaus greift“, so Mathiaschitz.

22,2 Mio. Euro beträgt die Freie Finanzspitze. Das ist jener Betrag, welcher der Stadt dank des positiven Rechnungsabschluss für diverse Investitionen in Infrastruktur zur Verfügung steht. Priorität haben dabei Maßnahmen für Umweltschutz, den öffentliche Verkehr, Beleuchtung und die Attraktivierung des Wirtschaftsstandortes.

Der Schuldenstand der Stadt sinkt weiter und beträgt 53,9 Millionen Euro (Verschuldung pro Einwohner beträgt 541 Euro – Abnahme um 87 Euro). Zum Vergleich: 2015 waren es noch 84, 4 Millionen Euro. Die Schuldentilgungsdauer liegt bei 1,7 Jahren. Besonders erfreulich: Beim Maastricht Ergebnis, das ja für alle Kärntner Gemeinden gemeinsam gilt, steht de facto eine Null.

Wie Vizebürgermeister Jürgen Pfeiler erläuterte, gibt es im Bereich Personal ein Plus von 1,69 Prozent. „Und das, obwohl zusätzliche Planstellen in den Kindergärten geschaffen, eine AMS-Aktion und ein 2,48 Prozent Gehaltsabschluss für die Magistratsmitarbeiter durchgeführt wurden.“ Im Bereich Sport wurde eine Million Euro in die Fertigstellung des Eissportzentrums Klagenfurt investiert.

In Vertretung von Stadtrat Markus Geiger führte ÖVP Klubobmann Manfred Jantscher die wichtigsten Investitionen im Bereich Wirtschaft an. 168.000 Euro Wirtschaftsförderung wurden ausgeschüttet, die IG Innenstadt mit 51.000 Euro unterstützt, 160.000 Euro flossen in die Weihnachtsbeleuchtung und 45.000 Euro in das Projekt City WLAN. Im Facility Management hat es große Ankäufe von Gebäuden (zB Domplatz) und Grundstücken gegeben. „Allein 5,8 Millionen Euro wurden in die Entwicklung des Bildungscampus Süd in St. Ruprecht investiert“, so Jantscher.

Stadtrat Frank Frey hob wichtige Projekte in seinen Zuständigkeitsbereichen hervor. Energiesparmaßnahmen haben das Budget der Stadt seit 2015 mit rund 960.000 Euro entlastet. „Damit Klagenfurt eine schöne und saubere Stadt bleibt, setzten wir im Bereich Stadtgarten 7,5 Mio. Euro ein. In der Rosenberger Straße hat die Stadt eine Wohnanlage mit 40 Wohnungen neu errichtet und drei Millionen Euro für weitere Instandsetzungsmaßnahmen an städtischen Wohnungen ausgegeben“, so Frey.

Foto: © StadtPresse/Spatzek

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