Rotes Kreuz: Generalversammlung

254
Österreichisches Rotes Kreuz

Über 4.300 Freiwillige leisteten ca. 460.000 unentgeltliche Dienststunden und spendeten so im Jahr durchschnittlich 106 Stunden ihrer Freizeit.

Bei der diesjährigen Generalversammlung des Roten Kreuzes im großen Saal der Arbeiterkammer Klagenfurt wurde Bilanz über das abgelaufene Berichtsjahr 2017 gezogen.

Rot-Kreuz-Mitarbeiter „Zeitspende-Millionäre“ Das Rote Kreuz ist rund um die Uhr im Einsatz, um Menschen zu helfen. „So waren unsere 4.357 freiwilligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im letzten Jahr 458.652 Stunden im Dienst. Ohne Bezahlung. Diese Stunden ergeben eine beachtliche Zeitspende im Wert von rund 11,5 Millionen Euro, die der Kärntner Bevölkerung zu Gute kommt“, betont Kärntens Rot Kreuz Präsident Dr. Peter Ambrozy. „Hätten wir unsere Freiwilligen nicht, wäre unser System nicht mehr finanzierbar“, so Ambrozy weiter.

Umfassender Aufgabenbereich

Im Jahr 2017 hat das Rote Kreuz auch neben dem Rettungsdienst zahlreiche Aufgaben gemeistert und zahlreiche Investitionen in die Zukunft getätigt. Die rege Bautätigkeit der letzten Jahre wurde fortgesetzt und die Modernisierung bzw. der Neubau der Rettungsleitstelle abgeschlossen.

Neue Aufgaben

Das letzte Jahr zeichnete sich aber nicht nur durch bauliche Maßnahmen aus. In Hermagor wurde einen neue Jugendgruppe ins Leben gerufen, wo überaus engagierte junge Menschen die Grundsätze des Roten Kreuzes vertreten. Im wichtigen Bereich der Pflege und Betreuung konnten einzelne Leistungsbereiche erfolgreich weiter ausgebaut werden. Vom Besuchsdienst, über Hospiz- und Trauerbegleitung, mobiler Pflege bis hin zur freiwilligen Sozialbegleitung bieten die Kärntner Helfer eine breite Palette an Hilfestellungen für verschiedenste Lebensbereiche an. Ein erfolgreiches neues Projekt sind die Defi-Säulen, die in Zukunft in ganz Kärnten aufgestellt werden sollen und Kärnten so ein ganzes Stück „herzsicherer“ machen sollen. Auch im Bereich der Katastrophenhilfe hat das Rote Kreuz letztes Jahr bei der Evakuierung von Bad Weissenbach im Lavanttal bewiesen, wie wichtig gute Katastrophenvorsorge ist.

Zahlreiche neue Leistungsbereiche beiten nicht nur ein erweitertes Angebotsspektrum, sondern brauchen auch Platz für die Menschen, die diese Angebote umsetzen. Mit der Integrationsbegleitung, Lesepatenschaften, Trauerbegleitung und weiteren zahlreichen sozialen Projekten hat sich mit dem sozialen Bereich ein starkes Standbein abseits der gut bekannten Bereiche, wie dem Blutspendedienst und dem Rettungsdienst entwickelt.

Das Rote Kreuz ist eine Hilfsorganisation, die mit der Zeit geht und die rasch auf neue Situationen reagieren kann. Die Stärke des Roten Kreuzes sind die vielen unterschiedlichen Menschen, die sich unter dem allseits bekannten Symbol für eine gute Sache engagieren. Diese Vielfältigkeit erlaubt es dem Roten Kreuz, positiv in die Zukunft zu blicken und bereits viele neue Projekte im Auge zu haben.

275 mal im Dienst die Erde umrundet

Insgesamt standen die Rot Kreuz Mitarbeiter im Jahr 2017 rund 1,9 Millionen Stunden im Dienst – Zivildiener, Hauptberufliche und Freiwillige eingeschlossen. Es wurden mehr als 250.000 Patienten im Rettungsdienst und über 11.000 Menschen in der Pflege und Betreuung versorgt und dabei knapp 11 Millionen Kilometer zurückgelegt, das entspricht rund 275 Erdumrundungen!

Mit rund 67.800 unterstützenden Mitgliedern, 4.357 freiwilligen Mitarbeitern, 259 Zivildienern und 726 beruflichen Mitarbeitern bildet das Kärntner Rote Kreuz ein beispielhaftes Netzwerk gelebter Nächstenliebe und sozialer Kompetenz das zeigt, dass die soziale Verantwortung und Verbundenheit mit dem Roten Kreuz gelebte Selbstverständlichkeit ist.

Ehrungen:

  • Blutspender Heinrich Kühberger: Verdienstmedaille in Gold mit Silbernem Lorbeerkranz für 125 Blutspenden
  • Ing. Klaus Pabautz, MSc. (Landesverband): Verdienstmedaille in Gold
  • Anneliese Susnik (Feldküche):Verdienstmedaille in Silber
  • Johann Schleinzer (Bezirksstelle Wolfsberg): Dienstjahrabzeichen in Gold für 50 Jahre Mitarbeit im Dienste der Nächstenliebe

Ernennungen:

  • Reg.-Rat Roland Peters (Landesfinanzreferent): Rettungsrat
  • Monika Truppe (Feldküche): Oberzugsführer
  • Ewald Krahl(Feldküche): Zugsführer
  • Herta Legat (Feldküche): Oberhelfer
  • Luca Burgstaller (Bezirksstellenleiter Bezirksstelle Hermagor): Landesrettungsrat
  • Christoph Paul Kovacic, BSc (Berirksstelle Hermagor): Oberrettungsrat und Ernennung zum 1. Bezirksstellenleiter-Stv. der BezSt Hermagor
  • Ing. Herbert Thomas Wadl, MSc. MBA (Bezirksstelle St. Veit/Glan): Ernennung zum Bezirksrettungskommandanten der BezSt St. Veit/Glan

Foto: © Österreichisches Rotes Kreuz

 

Werbung