Klagenfurter Dom: Salzburger Erzbischof Lackner weiht fünf verheiratete Männer zu Ständigen Diakonen und einen Priesteramtskandidaten zum Diakon

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Erzbischof Lackner und Diözesanadministrator Guggenberger mit den sechs Weihekandidaten Günther, Krainer, Mokoru, Hohenberger, Adlassnig und Feimuth (v. l.)

Am Samstag, dem 13. Oktober, wird der Salzburger Erzbischof Dr. Franz Lackner OFM  als Metropolit (Vorsteher) der Salzburger Kirchenprovinz, der auch die Diözese Gurk angehört,um 15 Uhr im Klagenfurter Dom fünf verheiratete Männer zu Ständigen Diakonen und einen Priesteramtskandidaten zum Diakon weihen. 

Die Weihekandidaten für den Ständigen Diakonat sind Stanislaus Adlassnig (Pfarre Köttmannsdorf/Kotmara vas), Paul Feimuth (Pfarre Preitenegg), Oliver Günther (Pfarre Ebenthal), Dipl.-Ing. Alexander Krainer (Pfarren Weißenstein und Kellerberg) und Jakob Marinus Mókoru, BEd (Pfarre Neuhaus/Suha). Mit diesen fünf neuen Ständigen Diakonen gibt es in der Diözese Gurk derzeit insgesamt 62 aktive Ständige Diakone. Sie wirken neben ihrem Zivilberuf bzw. im Ruhestand ehrenamtlich als Ständige Diakone in einer oder mehreren Pfarren.

Stanislaus Adlassnig (63), Biobauer in Ruhe und ehrenamtlicher Caritas-Mitarbeiter im Eggerheim, ist verheiratet und Vater von vier erwachsenen Kindern. Als Diakon wird er in seiner Heimatpfarre Köttmannsdorf/Kotmara vas tätig sein.

Paul Feimuth (68), pensionierter Tischlermeister und ehemaliger langjähriger Schlossmeister im Schloss Wolfsberg, ist ehrenamtlich in der Hospizbegleitung und Krankenhausseelsorge in Bad St. Leonhard und Wolfsberg tätig. Er ist verheiratet und dreifacher Familienvater. Als Ständiger Diakon wird er in der Pfarre Preitenegg wirken.

Oliver Günther (49) ist Versorgungsoffizier des Österreichischen Bundesheeres. Außerdem arbeitet er ehrenamtlich bei der Legio Mariens in seiner Heimatpfarre Ebenthal, wo er auch als Ständiger Diakon im Einsatz sein wird. Günther ist verheiratet und Vater von drei Kindern.

Dipl.-Ing. Alexander Krainer (51), Absolvent der Technischen Universität Graz, ist leitender Angestellter der Stadtwerke Klagenfurt, Er ist verheiratet und Vater von drei Söhnen. Als Ständiger Diakon wird Krainer in den Pfarren Weißenstein und Kellerberg wirken.

Jakob Marinus Mókoru, BEd (34), Absolvent der Kirchlich-Pädagogischen Hochschule in Graz, ist Regionaljugendleiter der Katholischen Jugend im Lavanttal. Er ist verheiratet und Vater von zwei Töchtern. Als Ständiger Diakon wird Mokoru in seiner Heimatpfarre Neuhaus/Suha, in der er u. a. auch als Chorleiter und Organist, als Wortgottesdienstleiter, im Pfarrgemeinderat und in der Firmvorbereitung tätig ist, wirken.

Wolfgang Hohenberger (59), gelernter Maschinenschlosser, war von 1981 bis 2012 als Triebfahrzeugführer bei der ÖBB tätig. Von 2013 bis 2014 lebte er als Gast im Priesterseminar in Graz und legte die Studienberechtigungsprüfung ab. Von 2014 bis 2017 besuchte Hohenberger das überdiözesane Priesterseminar Leopoldinum in  Heiligenkreuz und absolvierte eine theologische Ausbildung an der dortigen philosophisch-theologischen Hochschule. Seit 1. September ist er als Pastoralpraktikant in der Pfarre Spittal/Drau tätig, wo er nach der Diakonweihe auch sein Diakonatsjahr absolvieren wird.

Das Wort „Diakon“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet „Diener“. Im Dienst am Wort Gottes und vor allem in der Erfüllung des Gebotes der Nächstenliebe ist der Diakon Diener für alle. Gemäß apostolischer Überlieferung durch Handauflegung und Gebet geweiht, versehen die Diakone vorrangig den Dienst der Nächstenliebe und widmen sich gemäß alter Tradition Menschen in unterschiedlichen Bedrängnissen. Diakone können Wort-Gottes-Feiern leiten, das Sakrament der Taufe spenden, einer kirchlichen Trauung assistieren, die Kranken begleiten und Begräbnisliturgien durchführen. Nicht ermächtigt sind Diakone dazu, hl. Messen zu feiern, das Bußsakrament und die Krankensalbung zu spenden.
Der zeitliche Diakonat mit Zölibatsversprechen ist in der Katholischen Kirche eine „Durchgangsstufe“ für die Priesterweihe. Im Gegensatz dazu folgt auf den so genannten „Ständigen Diakonat“ keine Priesterweihe. Seit 1968 können verheiratete, bewährte Männer mit Einverständnis ihrer Ehefrau zum Ständigen Diakon geweiht werden. Diese Ständigen Diakone übernehmen das Diakonat auf Lebenszeit.

Foto : © Pressestelle/Eggenberger

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