Wirtschaft

Steuerfalle: EU-Erbrechtsverordnung

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Foto: STUDIOHORST

Der TOP-Steuerexperte Dr. Friedrich Fraberger, KPMG, hat über steuerliche Gefahren und Chancen beim grenzüberschreitenden Erben in Eurpa informiert. Diese „Steuerfalle EU-Erbrechtsverordnung“ erläuterte der Klagenfurter Notar Mag. Klaus Schöffmann einem interessierten Publikum in der BKS Klagenfurt.

An einem dramatischen Beispiel erläuterte Fraberger was Doppelbesteuerung bedeuten kann: Ein deutscher Staatsbürger erbt eine Wohnung in Paris. Frankreich schreibt in diesem Fall 60% Erbschaftssteuer vom Wert der Wohnung vor und in Deutschland werden für den selben Erbfall nochmals 30% Steuer vorgeschrieben! Die Steuern für´s Erben sind in Europa noch nicht harmonisiert.

Unter den Besuchern gesehen wurden die Unternehmer Alexander Bouvier, Franz Mlinar die Steuerprofis Walter Zenkl, Karin Kern, die Anwälte Gerlinde Murko-Modre, Christian Anetter und viele mehr.

Früher galt für Österreicher immer österreichisches Erbrecht, auch wenn sie im Ausland lebten und dort verstarben. Das hat sich mit der neuen EU-Erbrechtsverordnung geändert: Nicht mehr die Staatsbürgerschaft ist ausschlaggebend, sondern der gewöhnliche Aufenthalt, also der Mittelpunkt der Lebensinteressen des Verstorben zum Zeitpunkt seines Ablebens. So kann z.B. bei Wohnsitz in Italien plötzlich das italienische Gericht zuständig sein!

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