Wirtschaft

Verkehrsthema Klagenfurt: Unternehmer fordern Prüfung für LKW über 18 Tonnen

209
Fotocredit: Franz Gerdl
Kaufleute und Wirte, die am alten Platz ansässig sind, erheben massive Einwände gegen die derzeitige Gesetzeslage hinsichtlich des Fahrverbots für Lkw mit mehr als zehn Tonnen. Der Ruf nach einer ganzheitlichen Betrachtung wird dabei immer lauter.

 

WK-Bezirksstellenobmann Max Habenicht
(Fotocredit: Tine Steinthaler)

„Eine dermaßen niedrige Gewichtsbeschränkung ist fernab jeder Realität“, empört sich WK-Bezirksstellenobmann Max Habenicht über das Fahrverbot ab zehn Tonnen und weiter: „Mit zeitgemäßer Politik hat dies nichts zu tun, denn Gesetze sind nicht in Stein gemeißelt. Da gäbe es auch Spielräume für die tagtägliche Praktikabilität. Wir unterstützen Stadtrat Geiger in seinen Forderungen, denn die Kühlkette muss bei gastronomischen Betrieben aufrecht erhalten bleiben.“ Die Folgen sind leicht absehbar: immer größer werdende Leerstände in der Innenstadt sind unmittelbar auf Schikanen gegenüber Unternehmern zurückzuführen. Ein ausgewogener Branchenmix wird gepredigt, aber am nächsten Tag schon neue Prügel vor die Füße geworfen.

Die schärfere Kontrolle des Fahrverbots reiht sich in die mittlerweile unzähligen Auflagen, die für die heimische Wirtschaft allesamt nicht mehr tragbar sind. „Die Thematik zeigt auf, dass es einer ganzheitlichen Betrachtung des Verkehrs bedarf, die auch die letzte Meile bis zum Geschäftslokal, City Depots und Hubs miteinschließt. Klagenfurt benötigt dringend ein zeitgemäßes Verkehrskonzept“, so die WK-Spartenobfrau für Transport und Verkehr, Elisabeth Rothmüller-Jannach.

„Wir haben keine Zeit für politisches Hick-Hack. Nun sind Lösungen erforderlich“, so Habenicht. Auch eine Einweisung der Lkw in Absprache mit dem Ordnungsamt sei denkbar. „Klar ist, dass die Erstellung eines Gutachtens betreffend der Tragfähigkeit des Bodens auf den Tisch muss“, meint der Bezirksstellenobmann. Das Gutachten solle aufweisen, ob die bisherige Gewichtsbeschränkung von 10 Tonnen auf 18 Tonnen erhöht werden kann. „Ebenso muss es im Einzelfall auch Spielraum für Sondergenehmigungen geben, denn schlussendlich sind es die Unternehmer, welche die Arbeitsplätze der Innenstadt schaffen“. Von einer regelmäßigen Wartung des Platzes würde man jedoch generell ausgehen.

 

 

Werbung

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here