VOM GESPÜR FÜR NACHHALTIGKEIT

0
1809
Dipl.-Ing. Markus Krause, Dipl.-Ing. Ernst Jabornig, Ing. Martin Kristler (v.l.n.r.) bringen mit den Ingenieurleistungen der CCE Ziviltechniker GmbH Sicherheit in den Alltag.

Statik, Verkehr, Wasser, Energie und Umwelt sind ihre Baustellen. Welchen wertvollen Beitrag Ziviltechniker für unseren Alltag leisten, fällt dem Bürger kaum auf. Dabei begleiten sie uns tagtäglich, sorgen für unsere Sicherheit in Gebäuden und auf Straßen, versorgen uns mit Trinkwasser oder schützen uns vor Umweltgefahren. Die heimlichen Helden des Alltags beweisen dabei immer viel Sinn für Nachhaltigkeit. Wir haben die Kärntner Ingenieure der CCE Ziviltechniker GmbH zum Interview gebeten.

advantage: Welchen Stellenwert hat Nachhaltigkeit für Ihr Unternehmen? CCE: In unserer Zusammenarbeit mit Gemeinden und Verbänden planen wir unter anderem komplette Wasserversorgungs- und Entsorgungsanlagen, teilweise auch mit energetischer Nutzung. Diesbezüglich sind wir stolz, viele Kärntner tagtäglich zu begleiten. Nun ist es – nach den Errichtungen vor mehr als zwanzig Jahren – an der Zeit, die Sanierungen und Erweiterungen der Anlagen in Angriff zu nehmen. Im Gewässerschutz sind in den letzten Jahren die gesetzlichen Anforderungen gestiegen. Auch im Hochwasserschutz bieten sich spannende Projekte. Aktuell bearbeiten wir das Rückhaltebecken am Zollfeld, das mit einem Rückhaltevolumen von fast 3 Millionen Kubikmetern den Klagenfurter Raum und Ebenthal schützen wird. Hier sind wir für die Gesamtplanung und Bauüberwachung verantwortlich. Auch Friesach, die Görtschitztaler Gemeinden und Feldkirchen erhalten diese wichtigen Schutzmaßnahmen aus unserer Hand.

advantage: Wie integrieren Sie gesetzliche Neuerungen und Forderungen von Seiten der Politik in Ihren Betrieb? CCE: Unsere Mitarbeiter besuchen regelmäßig Schulungen. Darüber hinaus stehen wir voll und ganz hinter einem gesunden Mix von technischen Mittelschul- und Universitätsabsolventen sowie der qualitativ hochwertigen Ausbildung unserer Lehrlinge. Die Beschäftigung von Arbeitnehmern älteren Semesters wie auch nach dem Behindertengleichstellungsgesetz spiegelt unsere soziale Verantwortung wider. Wir sind dankbar, von der öffentlichen Hand Aufträge zu erhalten, würden uns aber auch wünschen, dass gelebte soziale Verantwortung bei der Vergabe von öffentlichen Aufträgen berücksichtigt wird. Schließlich können bei aktuell 50 Mitarbeitern einige Kärntner Familien ihren Lebensunterhalt bestreiten. Auch um die Rückholung technischer Universitätsabsolventen in die Heimat sind wir bemüht, indem wir einen interessanten Arbeitsplatz bieten und so dem Abwandern hochqualifizierter Absolventen entgegensteuern.

advantage: Ist Holz der Baustoff der Zukunft? CCE: In Zusammenarbeit mit einem unserer Auftraggeber haben wir in Wien fünf mehrgeschossige Schulen in Holz Modulbauweise statisch-konstruktiv entwickelt und berechnet. Holz ist kein homogener Baustoff, er verhält sich anisotrop, das bedeutet, er hat in verschiedenen Richtungen unterschiedliche Eigenschaften. Es benötigt Erfahrung, um Holz ideal einsetzen zu können. Holz ist etwa geeignet, Lasten aus Erdbebeneinwirkung aufzunehmen, denn das Material weist eine hohe Dämpfung auf. Für das Wiener Schulprojekt wurde ausschließlich heimisches Holz verwendet. Die Modulbauweise ermöglichte eine sehr kurze Errichtungszeit von nur fünf Monaten. Der Zeitfaktor ist ein enormer Vorteil des Baustoffs Holz und wird in Zukunft immer wichtiger werden.

advantage: Welche Projekte der CCE Ziviltechniker GmbH möchten Sie noch erwähnen? CCE: Wir planen die Infrastruktur für Windkraftanlagen und Windparks. Dazu zählen alpine Standortplanung, Zufahrten und die Energieableitung. Nicht nur für Kärnten, sondern auch etwa für Indien oder Südkorea liefern wir das Design und die Statik für Tragstrukturen von Multi-Megawatt Windkraftanlagen. Weiters sind Straßen- und Brückenbauten für die ASFINAG, Bahnhofsbauten für die ÖBB oder Strommasten für die KELAG für jeden sichtbare Zeichen unserer Planungstätigkeiten. In letzter Zeit nehmen italienische Firmen bei der Betriebsansiedlung in Kärnten unsere Ingenieurleistungen in Anspruch. Hier können wir die Ansiedlungen der Firma Bifrangi in Althofen und der Firma L&S Luce in Klagenfurt erwähnen. Auch die Umsetzung des Projekts Taggenbrunn der Familie Riedl in St. Veit an der Glan dürfen wir planerisch begleiten.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here