Stadtpolitik

Wirtschaftskammer versus Konsumtempel

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Fotocredit: WKK/tinefoto.com / Am Bild: Max Habenicht, Sprecher Innenstadtkaufleute

Schwache Kaufkraft, leerstehende Geschäftslokale – die Klagenfurter Innenstadt kämpft mit Frequenzrückgängen und Kaufkraftabflüssen. Ein weiteres Fachmarktzentrum am Stadtrand? Die WK wehrt sich dagegen.

Klagenfurts Unternehmer sind erbost: Seit Jahren werden die Warnungen vor einer Verödung der Innenstadt inklusive aussagekräftiger Zahlen ignoriert und die Peripherisierung der Shopping-Hotspots unbedacht vorangetrieben. Jetzt setzt sich Max Habenicht, Sprecher der Innenstadtkaufleute ein. Sein Ziel: ein Widmungsstopp für weitere Verkaufsflächen am Stadtrand. „Die Stadtpolitik sollte sich im eigenen Interesse davor hüten, am ohnehin harten Verdrängungswettbewerb im Handel mitzumischen – sonst stirbt die City!“.

Aktuell geht es um die Pläne für ein neues Fachmarktzentrum in der Völkermarkter Straße. Seit Jahren wird versucht der Stadtpolitik klarzumachen, dass die Ansiedlung immer neuer Verkaufsflächen an den Außenzonen zu einem Kaufkraftabfluss aus der Innenstadt führt. Bezirksstellenobmann Habenicht: „Kärnten ist das Bundesland mit der geringsten Kaufkraft in Österreich. Die Stadtpolitik wird sich entscheiden müssen: Entweder will sie eine lebendige Innenstadt mit einem attraktiven, vielfältigen Mix an Einkaufsmöglichkeiten. Oder sie will noch mehr anonyme Konsumtempel weit außerhalb der Stadt. Beides gleichzeitig wird nicht funktionieren.“

Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen. Wir dürfen gespannt sein, wie sich Politiker und Unternehmer einigen.

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